Der Baumhexenclub

Boje, 2007
ca. 128 Seiten
ISBN: 341482034X


Inhaltsangabe

Ein eigenes Baumhaus zum Geburtstag! Paolina kann ihr Glück kaum fassen. Das tröstet sie ein wenig darüber hinweg, dass ihr Vater für ein Jahr nach Kuba geht, um dort ein Krankenhaus aufzubauen. An ihrem Geburtstag passiert noch mehr Aufregendes. Eine Neue kommt in die Klasse. Robin traut sich sogar, den großmäuligen Jungs Paroli zu bieten. Wer so mutig ist, den muss man ja zum Geburtstags-Kakao ins Baumhaus einladen. Paolinas beste Freundin Sandra ist natürlich auch von der Partie. Gemeinsam gründen die den Baumhexen-Club. Denn starke Hexen lassen sich nicht unterkriegen! Die Erfolgsautorin Nina Schindler schildert hier treffsicher und mit viel Humor die Sorgen und Nöte von Kindern. Und das nächste Abenteuer der Mädchenbande lässt nicht lange auf sich warten!

Rezension

Paolina, ihre beste Freundin Sandra und Robin, die Neue in der Klasse, verstehen sich auf Anhieb. Gemeinsam gründen sie einen Club und nehmen es mit ein paar frechen Jungs aus der Klasse auf. Besonders Robin, die eigentlich ein paar Kilo zuviel hat, lässt sich von den Jungs nicht einschüchtern. Ganz zum Schluss wird auch klar, woher ihre „umwerfenden“ Kräfte stammen. Diese Freundschaftsgeschichte von mutigen Mädchen hat mir besonders gut gefallen, denn sie beschreibt altersgemäß die Situationen und spekuliert nicht auf Zickigkeit, die im Augenblick so modern ist. Für Mädchen ab 9 Jahren

Verband Evangelischer Büchereien in Hessen und Nassau – Rundbrief  3. Ausgabe 2007

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Paolinas 9. Geburtstag ist überschattet vom Abschiedsschmerz, geht doch ihr Vater für 1 Jahr nach Kuba, um dort beim Aufbau einer Klinik mitzuarbeiten. Aber er hat ihr zum Abschied ein wunderschönes Geburtstagsgeschenk hinterlassen: ein Baumhaus. Auch sonst passiert an diesem und den folgenden Tagen viel Neues und Aufregendes. Das Baumhaus wird Quartier für den neuen Baumhexen-Club, den Paolina, ihre Freundin Sandra und Robin, Klassenneue aus Berlin, gründen. Diese Robin ist überhaupt ein ungewöhnliches und couragiertes Mädchen. Schlagfertig mit „Berliner Schnauze“ kontert sie alle Anfeindungen und wehrt selbst gemeine körperliche Überfälle durch Jungen ab. Ihr Geheimnis: Sie kann Karate.

Frisch und unkompliziert erzählte Mädchengeschichte, in der sich Freuden und Kümmernisse im Kinderalltag unspektakulär spiegeln, Turbulenzen und Entspannung, Eigeninitiative, Miteinander mit Streit und Versöhnung und warmes Geborgensein die Waage halten.

Als nicht anspruchsvolle, aber auch nicht seichte Lektüre einsetzbar.

ekz-Informationsdienst

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Eigentlich hat Paolina in diesem Jahr überhaupt keine Lust, ihren Geburtstag zu feiern! Denn ihr steht eine Trennung von ihrem Vater bevor. Der nämlich wird für ein Jahr als Arzt in einem kubanischen Krankenhaus arbeiten und kann seine Familie natürlich nicht mitnehmen.

Allerdings haben sich Paolinas Eltern eine ganz besondere Geburtstagsüberraschung für das Mädchen ausgedacht! Sie haben ihr ein ganz tolles Baumhaus geschenkt, in dem sie nun die Tage mit ihren Freundinnen verbringen kann. Und der Tag bringt gleich noch eine weitere Überraschung: Es gibt nämlich ein neues Mädchen in der Klasse – und die scheint wirklich mehr als nett zu sein!

Schon bald bilden Paolina, Sandra und die Neue, die Robin heißt, eine eingeschworene Gemeinschaft. Nicht immer ist alles ganz harmonisch zwischen den drei Mädchen, aber sie raufen sich über alle Schwierigkeiten hinweg zusammen und erkennen, dass auch gute Freundinnen tatsächlich einmal ganz unterschiedlicher Meinung sein können.

Das Buch „Der Baumhexen-Club“ ist ein Buch über Freundschaft, das auch zeigt, dass Mädchen durchaus stark sein können und den Mut haben sollten, sich gegen Jungen durchzusetzen und nicht zu kuschen, sobald diese etwas rabiater werden. Ein Buch, das Mädchen stark macht und ihnen zeigt, wie sie für sich einen ganz eigenen Weg finden können.

www.papierfresserchen.de

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Ein eigenes Baumhaus zum neunten Geburtstag! Das tröstet Paolina über die bevorstehende Trennung von Papa hinweg, der für ein Jahr als Arzt nach Kuba geht. Überraschend kommt an ihrem Geburtstag ein neues Mädchen – Robin mit Berliner Schnauze – in die Klasse, die sich als einzige gegen die frechen Jungs mit Hilfe von Karatetechniken durchsetzen kann. Mit ihr und Freundin Sandra gründet Paolina den Baumhexenclub.

Schulalltag, Freundschaften, Konfliktbewältigung und das Gewinnen von Selbstsicherheit stehen im Mittelpunkt dieser realistischen und warmherzigen Erzählung für Mädchen nach dem Motto „Starke Hexen lassen sich nicht unterkriegen“. Ein großes Schriftbild und einfache kurze Sätze sind auch für Leseungeübtere zu bewältigen.

Der Evangelische Buchberater
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Die Leserinnen können sich schon ab der zweiten Klasse in dieses Buch vertiefen. Die Sätze sind einfach strukturiert, werden öfter durch treffende Schwarz-weiß-Zeichnungen unterbrochen, und auch zwischen den Zeilen ist genügend Platz, damit es leichter fällt, beim Lesen in der Zeile zu bleiben. Sehr behutsam und liebevoll gehen Vater und Mutter mit der kleinen Paolina um, die sehr unter der bevorstehenden Trennung leidet. Dabei ist das Kind nicht ein verwöhntes Einzelkind. Beide Eltern sind berufstätig, und Paolina kennt sich altersangemessen im Haushalt aus. Das Baumhaus, das sie geschenkt bekommt, (es ist etwas unwahrscheinlich, dass das Haus erst am Geburtstagsmorgen entdeckt wird) macht ja alleine keinen Spaß. Es wird zum Treffpunkt für die zwei Freundinnen und zeitgleich wird die Neue in der Klasse in die kleine Runde aufgenommen. Sie heißt Robin und spricht Berliner Dialekt. Auch sonst unterscheidet sie sich von den zwei Mädchen. Sie hat keine Angst vor den Jungen, die die in ihrem Verhalten typischen Mädchen ärgern und drangsalieren. Da staunen selbst die Buben, dass sie von einem Mädchen überwältigt werden. Das Geheimnis dieser Überlegenheit ist der Karate-Sport. Den werden die Mädchen auch lernen. Aber vorher wird der Club gegründet, der Name gefunden und natürlich gebührend gefeiert. Eingebunden in solch einer Freundschaft kann Paolina einen Brief an den fernen Papa schreiben. Dieser Brief entspricht allerdings nicht dem Schreibstil eines neunjährigen Mädchens. Das Buch ist etwas langatmig, weil recht wenig passiert. Aber wenn ein Mädchen mit Herzenskummer etwas lesen will, das nicht spannend, von daher aber auch nicht neue Aufregungen hervorruft und eher entspannt, dann ist das Buch die richtige Empfehlung.

Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW

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