Mit Jeans und Seidenrüschen

Fischer Schatzinsel 2005
ab 10 Jahren
1. Aufl. Aare 1998
2. Aufl. Patmos 2002
Umschlagszeichnung: Silke Brix
ISBN 3-596-80518-X 

Inhaltsangabe
Eine witzige Geschichte um die leidige Klamottenfrage.
Seit Hannah einen Film über Kaiserin Sissi gesehen hat, will sie auch so ein tolles Kleid mit Rüschen, Bändern und Schleifen. Nach Bitten und Drängeln gibt Hannahs Mutter schließlich nach. Hannah ist stolz und überglücklich. Als sie aber mit ihren Freunden klettern und um die Wette laufen will, merkt sie schnell, dass Hosen dafür einfach besser geeignet sind. 

Rezension

Nina Schindler: Mit Jeans und Seidenrüschen

ab 10 Jahre
Hannah hat im Kaufhaus ein Kleid entdeckt: einen Traum aus rosa Rüschenstoff mit Satinschleifen und Rosenknöspchen aus Glitzerseide. Von nun an hat sie nur noch einen Gedanken. Sie will dieses Kleid haben. Doch Hannahs Mutter bleibt stur. Für sie ist das Kleid der reinste Alptraum und zudem viel zu teuer. Hannah läßt sich einiges einfallen, um ihre Mutter zu überreden. Nichts hilft! Fast sieht es aus, als müßte sie ihren Traum begraben. Doch dann geschieht ein Wunder ...

Eine höchst amüsante Geschichte über ein nie aussterbendes Familien-Thema: die „Klamottenfrage“.    EL

ARD/ZDF Videotextprogramm, ausgestrahlt vom 22.6.-24.6.00

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Schindler, Nina: Mit Jeans und Seidenrüschen
Im Kaufhaus entdeckt Hannah den Traum ihres Lebens: ein rosa Kleid mit Puffärmeln und Spitzenrüschen Das möchte sie unbedingt haben. Nur einmal wie eine echte Prinzessin aussehen, so richtig schön sein. Doch ihre praktisch veranlagte Mutter will davon nichts hören. Sie versucht mit allen Mitteln ihr Traumkleid zu bekommen. Doch kurz vor dem Familienfest geschieht ein Wunder – und kurz danach noch eins ... Was so ein Traumkleid nicht alles bewirkt! Die leidige „Klamottenfrage“ in einer lesenswerten Geschichte.

BLS Bibliotheksausstattungen GmbH Berlin

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Nina Schindler: Mit Jeans und Seidenrüschen
Seit Hannah ihr Traumkleid im Kaufhaus gesehen hat, geht es ihr nicht mehr aus dem Kopf. Das muss sie unbedingt haben! Aber Hannah hat nicht mit ihrer Mutter gerechnet – und die will beim Kleiderkaufen noch ein Wörtchen mitreden.
ab 10 Jahren
Meine Welt 47/94

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Rüschen und derbe Sprüche
Mit Jeans und Seidenrüschen: von Nina Schindler
ab 10 Jahren
(DK) Mit Büchern ist es anscheinend manchmal wie im richtigen Leben: Wenn das erste Kapitel einer Geschichte nicht in Ordnung ist, muß der Rest noch lange nicht schlecht sein. Manche Dinge brauchen eben ihre Zeit, damit sie sich entwickeln.

Nina Schindlers Geschichte um die zehnjährige Hannah und ihren Wunsch nach einem rüschenrosenüberdeckten Sissi-Kleid schreckt im ersten Kapitel durch die derbe Möchte-gern-cool-Sprache ab, mit der sich viele Erwachsene gerne  bei der jüngeren Generation anbiedern. Selbst wenn es solche Eltern gibt, die mit ihren Kindern wie in amerikanischen Soap-Operas umgehen, muß dies noch lange nicht in der Literatur wiederholt werden!

Nina Schindler gelingt es aber ab dem zweiten Kapitel, die Geschichte in eine normale Umgangssprache zu überführen und die Gefühle der zehnjährigen Hannah und auch der anderen Familienmitglieder treffend wiederzugeben. Nach längerem familiären Zwist, den die Autorin bis ins kleinste boshafte Detail beschreibt, bekommt Hannah schließlich das Sissi-Kleid, um damit auf der Feier zur goldenen Hochzeit ihrer Großeltern im Mittelpunkt – leider nur – der älteren Gäste zu stehen.

Was ihr natürlich nicht recht ist, denn sie wollte für sich selbst schön sein – und für den Cousin Kolja. Doch der wird von einer anderen Cousine in Beschlag genommen: Ganz klar, denn Hannah kann piekfein wohl nicht an der Schnitzeljagd teilnehmen. Oder doch? Ausgerechnet ihre Mutter, die sich so vehement gegen das Sissi-Kleid gewehrt hat, hilft ihr. Das Happy-End ist perfekt, wenn auch mit einem Schuß zuviel Zuckerguß. Aber das haben Sissi-Geschichten so an sich.

Donaukurier  am 6.8.98

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Nina Schindler: Mit Jeans und Seidenrüschen
Babys und Kleinkinder können so angezogen werden, wie es den stolzen Eltern gefällt. Irgendwann jedoch fängt jedes Kind an, seinen eigenen Geschmack zu entwickeln. Häufig führt das zu heftigen Diskussionen und zu endlosen Streitereien. In den meisten Fällen geht es dabei um den „neumodischen Kran“, den die lieben Kleinen supercool finden, den die Großen aber für absolut unmöglich halten, wie z.B. zerrissene Jeans, bauchfreie T-Shirts oder knallenge Miniröcke. Ganz anders ist das Problem bei der zehnjährigen Hannah gelagert, um deren Herzenswunsch es in diesem Buch geht. Nachdem sie nämlich auf Video mehrere Sissi-Filme mit Romy Schneider in der Hauptrolle gesehen hat, träumt sie davon selbst ein echtes Prinzessinnen-Kleid zu besitzen – und dann entdeckt sie ihren Traumfummel tatsächlich in der Kinderabteilung des Kaufhauses. Mama kann überhaupt nicht begreifen, wie ihre Tochter dieses rüschenbesetzte, rosenverzierte und sündhaft teure Monstrum schön finden kann, und von da an geht der Streit los. „Jeans und Seidenrüschen“ ist erfrischend und lustig geschrieben, und da die leidige Klamottenfrage sicher in vielen Familien ein Thema ist, gut nachvollziehbar.

112 Seiten, ganz ohne Bilder sprechen eher die Kids mit Leseerfahrung an.
Hannover Kids  am 9/98

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Nina Schindler: Mit Jeans und Seidenrüschen
Immer diese Klamotten!

Seit Anna ihr Traumkleid im Kaufhaus gesehen hat, geht es ihr nicht mehr aus dem Kopf: ein rosa Kleid mit Puffärmeln und Spitzenrüschen ... das muß sie unbedingt haben! Einmal wie eine echte Prinzessin aussehen, so richtig schön sein! Aber Hannah hat nicht mit ihrer Mutter gerechnet – und die will beim Kleiderkaufen noch ein Wörtchen mitreden. Da sie bei ihrer Mutter auf taube Ohren stößt, zieht sie alle Register – sie versucht zum Beispiel ihre Mutter mit dem verwegensten Outfit zu erpressen und straft sie tagelang mit beleidigtem Schweigen. Doch nichts hilft. Erst kurz vor der Goldenen Hochzeit der Großeltern geschieht ein Wunder.

Kunterbunt  am 8/98

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Schindler, Nina: Mit Jeans und Seidenrüschen
„Mit Jeans und Seidenrüschen“

Kein weltbewegendes, aber ein für Kinder, insbesondere für Mädchen, immer wieder sehr interessantes, beliebtes, Müttern wohlbekanntes Thema behandelt Nina Schindler in diesem Kinderbuch (geeignet ab 8 Jahren).

Es geht um die Klamottenfragen und –diskussionen.
Schon der pinkfarbene, lustig gestaltete Einband läßt zu dem Buch greifen. Die geschmackvolle Gestaltung setzt sich fort, wenn man das Buch aufschlägt.

Typografie und Druck sind klar und gelungen. Der Text, gut leserlich gedruckt, ist in klarer, verständlicher, wortreicher Sprache geschrieben. Man merkt der Erzählung an, daß die Autorin selber Mutter von fünf Kindern ist und die Schwierigkeiten bestens kennt, wenn es um die Kleiderfrage und –wünsche von Kindern geht.

Das Buch bildet in Text und Gestaltung eine Einheit. Lustig anzusehen ist die Gestaltung des Worts Kapitel, eine Wäscheleine, auf der die Buchstaben als Wäschestück aufgehängt sind, schwarzweiß gehalten.

Sehr empfehlenswert.
GEW Jugendliteratur und Medien
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (Vja)
Landesstelle  Rheinland-Pfalz   Ausschuß Ludwigshafen 

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Schindler, Nina: Mit Jeans und Seidenrüschen
Hannahs Wunsch nach einem Prinzessinnenkleid, das sie gesehen hat, eines mit Rüschen, Rosenmuster, Spitze, Puffärmeln und Satinschleifen, wird von der Mutter als unpraktisch und sauteuer abgelehnt. Enttäuscht und wütend zieht Hannah alle Register: Sie sucht den Vater zu gewinnen, will auf Spargelder zurückgreifen, den Bruder anpumpen, versucht es mit Erpressung, mit Krankheit und mit tagelangem Schweigen. Erfolglos. Als sie den Kampf um das Kleid aufgeben will, wird die Familie zur goldenen Hochzeit der Großeltern eingeladen. Nun ist die Mutter bereit, das Kleid zu kaufen, das jetzt nur noch die Hälfte kostet. Am Festtag sonnt Hannah sich in dem Glanz, von dem sie geträumt hat. Vor allem geht es ihr um den bewunderten, älteren Cousin Kolja. Aber wie soll sie in dem Kleid Kolja auf die Schnitzeljagd begleiten? Plötzlich äußerst unglücklich und verzweifelt flüchtet Hannah sich aufs Klo, um dort loszuheulen. Wenig später steht eine vorsorgliche Mama mit Ersatzkleidung vor der Tür. In Jeans und mit Kolja genießt Hannah glücklich den Rest des Tages. – Die Kleiderwünsche und die damit verbundenen Sehnsüchte heranwachsender Mädchen sind von der Autorin kenntnisreich und einfühlsam dargestellt. Amüsant auch die Darstellung der Waffen, mit denen Hannah kämpft.

12.6.’98 G. S...

Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien (VJA) in der GEW
Landesstelle NRW   Ausschuß Dortmund  Nr. 639

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Im Kaufhaus entdeckt Hannah den Traum ihres Lebens: ein rosa Kleid mit Puffärmeln und Spitzenrüschen. Das muß sie unbedingt haben! Aber leider stößt Hannah bei ihrer praktisch veranlagten Mutter auf taube Ohren. Was aber nicht heißt, daß das Thema für sie beendet wäre. Hannah zieht alle Register: sie schmeichelt sich ein, tobt und wütet, straft ihre Mutter mit Nichtachtung, und am Ende läuft so sogar tagelang mit einem besonders scheußlichen Outfit rum, um ihre Mutter endlich zu überzeugen. Nichts hilft!

Kurz vor der großen Familienfeuer geschieht jedoch ein Wunder – und kurz danach noch eins ...

Da ich mit 11 Jahren auch mal ganz fürchterlich auf dem „Prinzessinnen-Trip“ war, hat mir das Buch außerordentlich gut gefallen. Bei mir hat es damals auch ewig gedauert, bis meine Mutter mir endlich so ein „Rüsch- und Lametta-Kleid“ genäht hat. Sie sagte damals immer: „Das ziehst Du doch sowieso nur zum Fasching an!“ Womit sie am Ende sogar (leider) Recht hatte ...

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Nina Schindler: Mit Jeans und Seidenrüschen.

Ein Kleid. Ein Traumkleid. Ein absolutes Wahnsinnstraumkleid aus rosa Röschenstoff. Hannah bleibt mitten auf der Kaufhaustreppe stehen und schwelgt. Erst vor ein paar Tagen hatte ihre Mutter sich das Video „Sissi“ ausgeliehen, und seitdem wirbeln Schleifchen, Bänder und Prinzessinnen durch Hannahs Mädchenseele. Und jetzt möchte sie das Kleid natürlich haben. Aber da streikt ihre Mamma, obwohl Hannah alle Register zieht und sogar tagelang kein Wort mit ihr spricht. Aber nichts fruchtet. Da kommt ihr endlich die Goldene Hochzeit der Großeltern zu Hilfe. Das Traumkleid wird angeschafft und sie schwebt im siebten Himmel, - bis sie mit Lieblingsvetter Kolja auf dem Familienfest an einem wilden Geländespiel teilnehmen soll. Doch ihre Kluge Mutter hat das natürlich vorausgesehen und die Jeans eingepackt.

Die meisten Mädchen erleben eine Phase, in der sie sich am liebsten als Prinzessin in Samt und Seide sähen: Sich leicht und schön fühlen und ein bißchen vom Traumprinzen träumen – wozu ist man schließlich Frau?! Und es macht auch gar nichts, daß das einigen weiblichen Wesen im Zeitalter der Jeans und des Feminismus nicht richtig erscheinen mag: Ein kleines Mädchen muß seine Weiblichkeit in Rüschen und Bändern ausleben dürfen. Pädagogisch äußerst korrekt sind in dieser Geschichte Sätze wie: „Fernsehstücken heißt bei uns vor dem Fernsehen essen und kommt nur ganz selten vor, weil Mamma und Papa das eigentlich doof finden“ oder „Eine richtige Freundin kann sich nämlich auch richtig mitfreuen“. Das soll durch eine besonders lockere Sprache wieder ausgeglichen werden. Von: „Ist mein Kleid Dir zu meisig“? (Hannah), über „Fummel, plemplem“ und „Lover“ (Mamma) bis zu „Echt Shit“ (Freundin Penny), tanzt der Text geradezu vor jugendsprachlichen Ausdrücken.

Nina Schindler hat mit viel Schwung eine spannende, peppige Alltagsgeschichte erzählt. Schön ist auch, daß die Liebe zwischen Eltern und Kindern unverbrüchlich ist, selbst wenn sie sich heftig streiten. Die Autorin sollte nur nicht mit zuviel Jugendsprache um sich werfen. Denn sie kann erzählen. Das ist mehr als genug und macht großen Spaß. (ab 10 Jahre)

SZ 3.4.98

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