Mieke rappt los

Mieke rappt los!
1. Aufl. Gerstenberg 1998
TB Bertelsmann 2001
Bertelsmann, 2006
Kinderbuch 10+
ca. 280 Seiten
ISBN 3-570-21655-1



Inhaltsangabe
Eltern kann man noch so lieben, manchmal wünscht man sie zum Mond. So geht es Mieke mit ihrer Mutter, die ihre Nase in alles, aber auch alles reinstecken muss. Als Ma dann auch noch verkündet, dass sie dieses Jahr wieder die Klassenfahrt mitmachen will, weiß Mieke, dass sie das verhindern muss. Und wie immer, wenn sie etwas auf dem Herzen hat, rappt Miede los ...

Rezension
Nina Schindler: Mieke rappt los
Miekes Mutter mischt sich in alles ein und will sogar noch bei der Klassenfahrt mitfahren. Das muss unbedingt verhindert werden – und Mieke weiß auch schon wie! Eine freche und lustige Geschichte mit vielen Raps, zum Selbererlesen.
Die Empfehlungen werden in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis für Jugendliteratur und dem Jugendschriftenausschuss des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands im Verband Bildung und Erziehung erstellt.
FLOH
Zeitschrift für die 3. und 4. Klasse
Eltern und Schulbegleiter
09.06.2003
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Schindler, Nina: Mieke rappt los
Ganz subjektiv aus Kindersicht schildert die Autorin das Geschehen. Mieke erlebt ihre Mutter, die sehr engagiert und in ihren eigenen Augen ganz im Sinne einer „guten Erziehung“ handelt, als peinlich und sich ständig einmischender Störfaktor. Jeder Leser, jede Leserin kenn solche Mütter, die es sicher gut meinen, aber für heranwachsende Kinder Gleichaltrigen gegenüber oft sehr lästig werden. Ich finde diese Schilderung lebensnah und realistisch und gerade deshalb auch für die Leser ein Denkanstoß oder sogar die Entdeckung einer anderen Sichtweise.
Schön beschrieben ist Miekes Sandkastenfreundschaft mit Fabian, der für sie ein Geschwisterersatz ist und mit dem sie noch alles bereden kann. Es hilft ihr immer wieder an Punkten der Verzweiflung und Verwirrung, Auswege zu finden, bzw. ihren Blickwinkel zu erweitern. Freundschaft als Hilfe bei häuslichen Schwierigkeiten, ein gutes Modell für Kinder und Jugendliche!
Immer wenn Mieke ganz besondere Probleme hat, dichtet sie Rap-Zeilen. Alle Kapitelüberschriften sind Rap-Verse. Einmal tritt Mieke sogar bei einem Wettbewerb auf, liest mit ihrem Text ihrer Mutter die „Leviten“ und gewinnt sogar den zweiten Platz. Beim Lesen fand ich sie zwar sehr lustig, aber nicht besonders rhythmisch-fetzig, aber vielleicht gelingt das jüngeren Lesern besser. Ein sehr lockerer Sprachstil mit viel Wörtlicher Rede und sehr viel Sprachwitz macht das Lesen zum Vergnügen.
Die Bilder sind immer zu Kapitelanfang platziert und sind in ihrer fröhlich-bunten, an Karikaturen erinnernden Gestaltung zu den Rap-Überschriften passend.
Zwei Rechtschreibfehler fielen mir auf: S. 55: „gespreitzt“ statt gespreizt (4. Zeile) und S. 73 „dehte“ statt drehte (5. Zeile von unten), die bei einer Neuauflage korrigiert werden sollten.
GEW Jugendliteratur und Medien
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (VJA)
Landesstelle: Baden-Württemberg Ausschuß: Mannheim
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Nina Schindler: Mieke rappt los
Ab 10
Mieke liebt Rollerblades, coole Raps, ihren Freund Fabi und Ma. Sie kann es aber gar nicht leiden, wenn sich Mutter ständig in ihr Leben einmischt. In Rap-Versen schreibt sie sich ihre Sorgen von der Seele und lernt so, Mutter besser zu verstehen. Die Geschichte, angepasst an die Jugendsprache, strotzt von Lebendigkeit, Wortwitz und Humor.
Auswahlkatalog „Zum Glück: Bücher!“
Arbeitskreis für Jugendliteratur
Dezember 2000
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Nina Schindler: Mieke rappt los
Mieke hat Kummer mit ihrer Mutter. Nicht, daß sie sich nicht um Mieke kümmern würde. Sie kümmert sich zu viel, viel zu viel. Mieke weiß nicht, wie sie das abstellen sol. Frau Poppenpohl will mit auf Klassenfahrt gehen. Es fehlt eine weibliche Begleitperson. Wie schon im vergangenen Jahr will sie auch in diesem Jahr mitfahren. Mieke hat jetzt noch alle Hände voll zu tun, um all die Fehler, die ihre Mutter gemacht hat – und die ja nur Mieke ausbaden kann – wieder auszubügeln. Und nun schwebt dieses Damoklesschwert erneut über Miekes Haupt. Da muß was passieren. Die Mutter muß anderweitig interessiert werden. Der Plan von Mieke und ihrem Freund Fabian gelingt. Miekes Mutter ist anderweitig interessiert. Aber wie? Das passt Mieke ja nun überhaupt nicht. Mieke meint, die Mutter habe sich anderweitig verliebt und würde in Bälde Mann und Tochter verlassen. O je! Grosses Drama.
Aber es passiert natürlich nichts. Die Mutter hat nicht vor, die Familie zu verlassen. Sie kann sich überhaupt nicht erklären, wie die Tochter auf so eine Idee kommen könnte. Friede, Freude, Eierkuchen.
Ein rasant geschriebenes Buch das locker flockig die Angst vor dem Auseinanderbrechen der Familie zum Thema hat, eine Angst, die in vielen Kindern steckt, mögen sich 13 Jahre alt sein (wie Mieke) oder jünger oder älter. Ein spannendes Buch für junge Leserinnen und Leser ab 10. Jahre.
Jugendschutz ---
204/98
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Schindler, Nina: Mieke rappt los
Mieke fühlt sich von ihrer Mutter total genervt, mischt sie sich doch zu oft in ihre Angelegenheiten. Und jetzt will so sogar wieder mit auf Klassenfahrt gehen! Was tun? Hätte Ma doch eine Arbeitsstelle oder ein anderes Betätigungsfeld, auf dem sie ihre Aktivität ausleben könnte! Wie ein Blitz schlägt da die Nachricht ein, dass drei Stadtteilbibliotheken geschlossen werden sollen. Und nun ist Mutter Poggenpohl nicht mehr zu bremsen. Sie engagiert sich in einer Bürgerinitiative, organisiert Protestveranstaltungen – und ist kaum noch zu Hause. Hat sie sich etwa in diesen Holger verliebt? Mieke und ihr bester Freund Fabian beobachten diese Entwicklung mit gemischten Gefühlen. – In lebendig-frecher, motziger Sprache und hin und wieder einigen Raps – Miekes Mittel, Probleme und Gefühle rüberzubringen – präsentiert sich ein aufmüpfiger Titel mit Tiefgang. (Und wie geht die Sache mit den Bibliotheken aus? Eltern verwalten sie ehrenamtlich.) Empfohlen! (Familie)
Ab 9 Jahre
ekz-Id
Schweizer Bibliotheksdienst, CH
2/99
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Schindler, Nina: Mieke rappt los
Mieke ist ein Einzelkind, und ihre Mutter ist sehr besorgt um ihr Wohlergehen. Dies führt dazu, dass sie sich überall in Miekes Leben auf gut gemeinte, aber sehr dominante Art und Weise einmischt. Als sie sogar auf die Klassenreise mitfahren will, beginnt Mieke sich mit Hilfe von Rapsongs zu wehren. Darauf hin verlagert sich das Interesse und Engagement der Mutter auf eine andere Ebene und die Tochter reagiert wiederum. – Dass kleine Ablösungsschritte schon früh beginnen und nicht leicht sind für beide Seiten, da sie mit Eifersucht und Trauer verbunden sein können, wird in dieser Geschichte nachvollziehbar und mit viel Humor aufgezeigt. Der Text ist gross gedruckt, in kurze Abschnitte unterteilt und mit kleinen, farbigen III. aufgelockert.
Ab 9. Empfohlen Ckt Familie
Bücherbä, CH
Berner Jugendschriften-Kommission
4/98 (Dezember)
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Mieke liebt Rollerblades, supercoole Raps und ihren Freund Fabi. Mieke liebt auch ihre Mutter. Allerdings findet Mieke, dass ihre Mutter sich zu sehr in ihr Leben einmischt. Dieses Jahr will Miekes Mutter wieder mit auf Klassenfahrt. Miekes Mutter ist im Moment ohne Arbeit und möchte sich gerne um die Klasse kümmern.
Von nun an hat Mieke nur noch ein Ziel. Sie und ihr Freund Fabi müssen verhindern, dass Miekes Mutter mit auf Klassenfahrt kommt. Mieke muss für ihre Mutter einen Job finden, damit diese keine Zeit für die Klassenfahrt hat.
Schließlich findet Mama nicht nur eine neue Arbeit, sondern lernt dabei auch einen neuen Mann kennen. Somit muss Mieke wieder einmal in das Leben ihrer Mutter eingreifen.
WDR 08.11.1999 17:33

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