Jennys Pferdesommer

Mit Illustrationen von Kerstin Mayer
Omnibus 2003
Kinderbuch 10+
ca. 160 Seiten
ISBN-3-570-21369-2


Inhaltsangabe
Pferdeferien mal anders.
Welches Mädchen träumt nicht von Ferien mit Pferden? – Jenny! Erst ist sie ziemlich sauer, als ihre Eltern sie während der Sommerferien auf Tange Inges Reiterhof verfrachten. Wie langweilig, denkt sie. Doch als sich Tante Inge ein Bein bricht, muss auch Jenny mit anpacken. Und plötzlich gefällt ihr das Leben auf dem Hof richtig gut und es werden tolle Sommerferien – nur auf ein Pferd setzt sie sich bis zum Ende nicht!

Rezension

Schindler, Nina: Jennys Pferdesommer
Es sei gleich vorweg verraten: Jenny will nicht reiten und ... sie tut es auch tatsächlich nicht, auch nicht als Happy End und auch als nicht Versuch, um irgend jemanden einen Gefallen zu tun.

Jenny tut eine ganze Menge, um zu helfen, als ihre Tante einen Unfall hat und die Kinder und ihre Mann sich nun um alles kümmern müssen, doch sie lässt sich nicht verbiegen, bleibt trotz aller Anfeindungen und Aufmunterungsversuche standhaft. Sie malt lieber, reiten möchte sie nicht. Punkt. Trotzdem werden die Ferien auf dem Reiterhof weitaus schöner als Jenny befürchtet hat.

Ein Pferdebuch der anderen Art.
sehr empfehlenswert
Eine Buchbesprechung der Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW

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Schindler, Nina: Jennys Pferdesommer
Jenny muss in den Ferien zu ihrer Tante Inge und ihrem Onkel Robert auf den Kümmelhof. Ohne ihre Eltern, die immer sagen, dass sie auf einer Geschäftsreise seien! Dabei hat Jenny doch kein einziges Pferd gern. Zum Glück kann sie wenigstens malen. Sonst wäre es zu langweilig. Doch dann passiert etwas Unverhofftes und die Ferien verlaufen ganz anders als Jenny es gedacht hat.

Ein schönes Buch mit witzigen Bildern. Jenny mag Onkel Robert am Anfang gar nicht leiden, doch als sie erfährt, wie gut er kocht und wie wunderbar er zeichnen kann, mag sie ihn immer mehr. Andere wären sicher froh, solche Ferien wie Jenny zu erleben und können es gar nicht fassen, dass sie nicht auf den Kümmelhof wollte. Ich hatte viel Spass beim Lesen. Ab 8 Jahren sehr empfehlenswert. (SG)
Biblio-Hits, Ch
Mai 2003

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Schindler, Nina: Jennys Pferdesommer
Die 12-jährige Jenny ist wütend. Die Eltern haben sie zu Tante Inge auf den Pferdehof abgeschoben, obwohl sie Pferde überhaupt nicht mag. Sie wird sich zu Tode langweilen! Doch alles kommt anders. Tante Inges Mann ist viel netter als früher, er malt auch wunderschöne Bilder und Zeichnen ist sowieso Jennys Hobby. Tante Inge bricht sich den Arm, Jenny muss tüchtig helfen, auch bei den Vorbereitungen eines Reitturniers. Stute Freya bekommt ein Fohlen. Mit den beiden anderen Ferienkindern versteht sie sich auch langsam und vielleicht findet sich auch heraus, was sich im verschlossenen Zimmer des Bauernhauses verbirgt. Alles in allem eine humorvolle und handlungsreiche Geschichte, die Jenny flott und salopp erzählt. Überall empfohlen.

ekz-Informationsdienst

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Nina Schindler: Jennys Pferdesommer
Jenny ist stinksauer: Ihre Eltern haben sie über die Sommerferien auf den Kümmelhof von Tante Inge abgeschoben. Und das, obwohl sie Pferde gar nicht mag! Wenn Jenny nicht so gerne zeichnen würde, müsste sie sich zu Tode langweilen, garantiert. Doch dann bricht Tante Inge sich ein Bein und auch Jenny muss mit anpacken ...
Lesen & Leute
Bücher – Kultur – Freizeit
Juni 2003

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Nina Schindler: Jennys Pferdesommer
Jenny ist stocksauer: sie muss auf den Reiterhof fahren. Das, wo Jenny Pferde doch gar nicht mag. Und ihre Eltern dürfen durch die Welt reisen.

Auf dem Hof muss Jenny Onkel Robert in der Küche helfen. Onkel Robert ist doch so ein Miesepeter! Jenny will nur noch weg. Aber da ist noch das verschlossene Zimmer. Jenny würde gern wissen, was sich dahinter verbirgt. Ob sie es rauskriegt?

Allerdings hat sich dummerweise Tante Inge den Arm gebrochen. Dabei ist doch das Kümmelhoffest, und die Stute Freya bekommt ein Fohlen.

Karola und Nils (Jenny nennt Karola „Zimtziege“ und Nils nennt sie „Weichei“) sind auch auf dem Kümmelhof zu Gast. Die drei (ehrlich gesagt nur Jenny und Nils) erleben tolle Abenteuer.

Ich empfehle dieses Buch sehr, weil sich die Leute vom Anfang des Buches bis zum Ende des Buches entwickeln.

WOXX
ex libris for kids

06.06.2003

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Andre Mädchen mögen nichts als Pferde und Reiten im Kopf haben, Jenny aber ist eine bekennende Pferdehasserin («Ich mag Pferde nicht besonders, und ich will nicht reiten.“) Pech für sie, dass sie die ganzen Sommerferien auf einem Reiterhof verbringen muss, denn auf Geschäftsreise nach Übersee können Jennys Eltern das Mädchen leider nicht mitnehmen also geht es aufs Land zu Tante und Onkel. Dort macht der mehr raue als herzliche Umgangston dem verwöhnten Stadtpflänzchen und Einzelkind gehörig zu schaffen. Gut, dass Mama ihr ein Tagebuch geschenkt hat, dem sie ihr Herz ausschütten kann: „Liebes doofes Tagebuch, ich hasse alle hier!“ Das arme Kind. „Es war ein stinklangweiliges Leben, und ich wünschte mir jeden Tag hundertmal, dass irgendwas passieren sollte, damit ich hier wieder weg könnte. Vielleicht konnte ja ein Stall abbrennen oder so.“

Nicht genug mit dem unerwünschten Ortswechsel samt Computerentzug. Jenny muss die endlos lange Zeit auch noch mit ihrer zickigen Kusine und deren nervigem Bruder, dem „Weichei“, verbringen. Doch dann stellt sich raus, dass so ein kleiner Bruder bei Gewitter auch seine guten hat. Denn wie Jenny da so „mutterseelenallein und vaterseelenallein (...) in einem fremden Bett liegt und sich „ganz schrecklich“ grault, schlüpft das genauso verängstige Kerlchen bei ihr unter, und das ist „besser als Kuscheltiere“. Selbst mit dem grummeligen Onkel schließt Jenny Frieden, als sie dessen heimliches Hobby für sich entdeckt: Malen und Zeichnen. Damit vergeht ihr die Zeit wie im Flug. Kochen bringt er ihr auch bei. Als Tante Inge mit gebrochenem Bein ausfällt, rücken die vier anderen zusammen und schmeißen den Betrieb gemeinsam. Kein Wunder, dass Jenny den Reiterhof mit weitaus freundlicheren Gefühlen verlässt, ein Stück selbständiger und zufriedener mit sich und der Welt ist und sich erst langsam wieder an Mama und Papa gewöhnen muss: „Ich freute mich irgendwie anders als früher. Ein bisschen leiser als früher.“

Erfreulich nüchtern erzählt Nina Schindler frisch von Jennys Leber weg deren ganz besondere Ferienerlebnisse. Nebenbei vermittelt sie ihren Leserinnen ein wenig „Pferdedeutsch“ – was eine Longe, ein Paddock, eine Koppel ist – und lässt sich die Geburt eines Fohlens erleben. Die lässt nicht einmal die coole Jenny kalt: „Ihr Bücher habt ja keine Ahnung, wie es im wirklichen Leben ist. Zum Beispiel, dass eine Geburt einen total umschmeißen kann, auch wenn es nur ein Fohlen ist.“ Der unverkrampfte Ton spricht junge Leserinnen direkt an. Richtig für alle, die (noch) keine Pferdenärrinnen sind. Solche Mädchen soll es ja auch geben.

Bulletin Jugend & Literatur
Kritisches Monatsmagazin für Kinder- und Jugendmedien,
Leseförderung und Lesekultur
Forum: Das Schwerpunktthema im Bulletin Jugend & Literatur: Einmal abhängen, bitte! Lektüre für Ferientage

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Nina Schindler: Jennys Pferdesommer                   
ab 10

Pferdebücher stehen auf der Beliebtheitsskala nach wie vor ganz oben. Alle Mädchen scheinen Pferde zu lieben und Pferdebücher zu verschlingen. Gallopierend reiten Tanja, Anna, Simone, Kathrin und wie sie alle heißen dem Sieg entgegen, erleben spannende Abenteuer auf dem Pferderücken, wo angeblich das Glück dieser Erde liegt. Und wenn man nun Pferde einfach nicht leiden kann? Wenn man diese riesigen Vierbeiner alles andere als süß findet? Wenn man keine Lust hat, auf so ein Vieh zu klettern, weil man das Runterfallen fürchtet? Mit Jenny erwacht endlich eine Heldin zum Leben, die Pferde blöd findet und das deutlich zum Ausdruck bringt.

„Nein, nein und tausendmal nein“, brüllte ich und schmiss mich aufs Sofa. Ich war so wütend, dass ich am liebsten gestrampelt hätte wie ein kleines Kind. „Ich will nicht allein hier bleiben, und zu Tante Inge will ich schon gar nicht und erst recht nicht zu den doofen Pferden!“

„Jenny.“ Mama beugte sich zu mir hinunter, weil ich mich ganz zusammengerollt und die Arme über den Kopf gelegt hatte. Sie seufzte. „Wir würden dich ja gern mitnehmen, aber es geht nun mal nicht. Wir machen dort keine Ferien und können uns nicht um dich kümmern.“

Und streichelte mir über den Kopf, aber ich hätte sie am liebsten gebissen. Ich ruckte mit dem Kopf weg und knurrte: „Um mich braucht sich keiner zu kümmern. Ich bin schon zwölf und da ist man schon gut erwachsen.“

Für Jenny klingen die Sommerferienpläne, die die Eltern ihr zumuten, wie ein Alptraum. Sechs Wochen soll sie bei Tante Inge auf dem Kümmelhof verbringen, wo sich von morgens bis abends alles nur um Pferde dreht. In diese Zeit fällt auch noch ausgerechnet ihr zwölfter Geburtstag und Jennys Laune ist denkbar mies. Sie bessert sich auch vor Ort nicht. Angefangen beim Stallgeruch findet Jenny alles widerlich, was mit Gäulen zu tun hat. Und ihre Kusine Karola, die ein Pferdenarr ist und die Ferien auch bei Tante und Onkel verbringen darf, tut ein übriges, um Jennys Abneigung zu festigen.

Nina Schindler schreibt ein Antipferdebuch, in dem Pferde die Hauptrolle spielen. Seite um Seite erfahren wir, was es an notwendigen Arbeiten auf einem Pferdehof gibt, wie die Fachbegriffe und all die Gerätschaften heißen, eben alles, was Pferdefreunde so beschäftigt. Jenny ist die außenstehende Beobachterin, die in diesem Sommer ganz andere Leidenschaften für sich entdeckt: das Zeichnen und das Kochen. Sie bleibt skeptisch und reserviert, auch nachdem sie durchaus positive Erlebnisse gemacht hat. Wenn wir noch bangen, ob sie sich auf der vorletzten Seite nicht doch auf einen Sattel schwingt, muss man der Autorin am Ende zu ihrer standhaften Heldin gratulieren. Jenny reitet nicht und wird wohl nie reiten. Jennys Pferdesommer erzählt auf unterhaltsame Art und nicht ohne Ironie, wie man auch ohne die Vierbeiner glücklich sein kann – erstaunlicherweise wird das Pferdefreund und Pferdeskeptiker gleichermaßen amüsieren.

Empfehlungen Mai 2003

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Nina Schindler: Jennys Pferdesommer
Das Glück der Erde ...
Unverändert aktuell – das Pferdethema
Doch beileibe nicht jedes Mädchen findet Pferde unwiderstehlich, und genau diesen Aspekt greift Nina Schindler auf. Inhaltlich und sprachlich bringt die visierte Autorin und Übersetzerin mit „Jennys Pferdesommer“ dialogreiche Abwechslung in das literarische Angebot, das zum Thema erhältlich ist. Ab der ersten Zeile ist man mittendrin in der Ich-Erzählung der zwölfjährigen Jenny, die stinksauer ist, weil ihre Eltern sie für sechs Wochen zu ihrer Tante auf den Kümmelhof stecken wollen, obwohl sie nicht die geringste Lust dazu hat. Nur ihrem Tagebuch kann sie anvertrauen, wie unglücklich sie ist, womit sich der verpatzte Sommer und das ‚Pferdedeutsch der Pferdemenschen’ etwas besser ertragen lassen. Doch dann erlebt sie überraschenderweise ganz andere Dinge während der langen Zeit, und möchte am Ende beinahe nicht mehr nach Hause.

Eselsohr
Fachzeitschrift für Kinder und Jugendliche
Juli 2003

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Nina Schindler: Jennys Pferdesommer
Buch-Tipp
Welches Mädchen träumt nicht von Ferien mit Pferden? – Jenny. Sie ist jedenfalls stinkesauer, als ihre Eltern sie auf den Kümmelhof von Tante Inge abschieben, während sie auf Dienstreise in Amerika unterwegs sind. Tante Inge redet wie am Fließband und sieht selbst aus wie ein Pferd, Onkel Robert ist ein alter Miesepeter und Kusine Karola eine Zimtzicke. Jennys Geburtstag fällt da wohl ins Wasser. Doch dann bricht Tante Inge sich den Arm, und auch Jenny muss mit anpacken. Schließlich gibt es allerhand zu tun: Die Stute Freya bekommt ihr Fohlen und das Reitturnier steht kurz bevor. Und vielleicht Jenny ja sogar heraus, was sich in dem verschlossenen Zimmer im ersten Stock verbirgt. Ein Pferdebuch der anderen Art für Pferdenarren ab zehn Jahren und für alle, die wie Jenny zu Pferden erst mal lieber auf Abstand bleiben wollen.

Giessener Anzeiger
Die Seite mit der Kuh
21.6.2003

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Nina Schindler: „Jennys Pferdesommer“
Was viele Mädchen vielleicht nicht verstehen können: Jenny wehrt sich mit Händen und Füßen, dass sie ihre Ferien auf dem Pferdehof verbringen soll, während ihre Eltern nach Amerika fliegen. Weder ihre kräftige Tante Inge, die selbst aussieht wie ein Pferd, noch der knurrige Onkel Robert versprechen Aussicht auf schöne Wochen, ganz zu schweigen von ihrer hochnäsigen Cousine Karola und dem achtjährigen Weichei Nils. Da sie sich vor Pferden fürchtet und sich geschworen hat keinesfalls zu reiten, wird es ihr auf dem Kümmelhof auch tatsächlich schnell langweilig und sie lässt ihr Heimweh und ihre Wut an ihrem Tagebuch aus. Nur das Malen macht ihr Freude, eine Leidenschaft, die sie mit Onkel Robert teilt. Doch dann kommt die große Wende als Tante Inge von der Leiter fällt und sich den Arm bricht. Auf einmal muss Jenny tüchtig mit zupacken beim Kochen, bei den Vorbereitungen zum Hoffest und schließlich sogar bei der Geburt eines Fohlens. Als die sechs Wochen vorbei sind, fühlt sie sich so wohl auf dem Hof, dass sie am liebsten dableiben würde ...

Ein etwas anderes Pferdebuch, das aber sicher auch Pferdefans gerne lesen. Wie Jenny ihre motzige Stimmung und ihre Empfindlichkeit überwindet und zunehmend warm wird erzählt Nina Schindler unterhaltend und lebensnah.

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Nina Schindler: Jennys Pferdesommer
Jenny hat nichts gegen Pferde. Sie mag sie anschauen, sie mag sie zeichnen. Aber sie mag sich nicht draufsetzen. Jennys Glück dieser Erde liegt nicht auf dem Rücken der Pferde. Mit dieser Einstellung steht die Elfjährige in ihrer Familie ziemlich allein. Sie ist umzingelt von Pferdenarren. Ihre Tante ist Reitlehrerin mit eigenem Reiterhof. Dort soll Jenny ihre Sommerferien verbringen – die ganzen sechs Wochen. Ihre Eltern sind derweil auf Geschäftsreise in Amerika. Jenny ist empört. Doch alles Bitten, Betteln, Schmollen und Heulen hilft nichts.

Jenny wird bei Tante Inge auf dem Kümmelhof geparkt. Nur Reiten, das hat Jenny ausgehandelt, braucht sie nicht. Klar, dass Jenny ihr Tagebuch vor allem zum Meckern benutzt. Tante Inge ist eigentlich ganz nett. Bloß redet sie ein bisschen viel – vor allem über Pferde, denen sie auch ein bisschen ähnlich sieht. Der Onkel dagegen ist ein richtiger Muffelkopp. Aber eines kann er, lecker kochen. Auch die Ankunft von Kusine Karola und Cousin Nils bessert Jennys Laune nicht. Jenny notiert: „Karola und Nils sind noch genauso doof wie letztes Jahr.“ Aber wenn’s sein muss, kann Jenny sogar mit der Zimtzicke Karola klarkommen. Und es muss sein, denn Tante Inge hat einen Unfall. Jetzt müssen alle mit anpacken, damit der Laden wieder läuft.

Wie ihr wisst, stehen viele Mädchen auf Pferdebücher. Die kommen auch in Nina Schindlers Buch „Jennys Pferdesommer“ auf ihre Kosten. Es liest sich flott weg, ist witzig und enthält eine Menge von dem, was man erwartet: den Sturz vom Pferd, ein Turnier mit Pannen, die Geburt eines Fohlens. Doch so richtig eng hält sich die Hamburger Autorin nicht an die bewährten Strickmuster. Sie spielt lieber damit, wie ihr an der mäßig pferdebegeisterten Hauptperson seht. Ob die ihre Meinung noch ändert, verrate ich euch natürlich nicht.    ubs

Westfälischer Anzeiger, Hamm
Kinder
5.7.2003

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Nina Schindler: Jennys Pferdesommer
Ferien auf dem Reiterhof
Eigentlich hat Jenny keine Lust, ihre Ferien bei ihrer Tante auf dem Reiterhof zu verbringen. Pferde interessieren sie nicht, ihr Onkel ist unfreundlich zu ihr und die Ankunft von Nils und Karola können sie auch nicht aufheitern. Bis Tante Inge sich ein Bein bricht und Jenny auf dem Hof und in der Küche genug zu tun bekommt. Jennys Pferdesommer ist eine gelungene Feriengeschichte, nicht nur für Pferdebegeisterte. (cwi)

Heilbronner Stimme
Freizeitstimme
17.7.2003

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Nina Schindler: Jennys Pferdesommer
Jennys Eltern haben eine Computer-Firma und wollen sechs Wochen von Messe zu Messe in Amerika reisen. Da kann die fast 12-jährige Jenny nicht mit – was ihr fürchterlich stinkt. Stattdessen soll sie auf den Pferdehof von ihrer Tante Inge. Dabei kann sie die sabbelige Tante, den miesepetrigen Onkel und ihr Kusine Karola gar nicht besonders leiden. Doch dann bekommt Jenny so viel zu tun, dass sie sogar fast ihren Geburtstag vergisst. Aber ihre Verwandten tun das nicht – du so findet Jenny es dann auf dem Hof auch gar nicht mehr so schlecht. Dieses Buch ist auch etwas für Mädchen, die Pferde lieben von Weitem betrachten.

www.familie.de
18.7.2003 [Keine Beschreibung eingegeben]

Jennys Pferdesommer
von Nina Schindler
Jenny mag keine Pferde! Trotzdem muss sie die ganzen Sommerferien auf dem Kümmelhof bleiben bei Tante Inge. Die will ihr unbedingt das Reiten beibringen! Und Karola und Nils nerven auch. Nils ist ein echtes Weichei, aber dann findet Jenny mit ihm heraus, was oben in dem Geheimzimmer ist. Mir hat das Buch sehr gefallen, weil Jenny sich durchsetzt und weil sie alles in ihr Tagebuch schreibt. Ab 10 Jahren.

Club Tigerente
Buchtipps
Südwestrundfunk
Mai/Juni 2003

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Nina Schindler: Jennys Pferdesommer
Allein unter Pferdenarren
Buch: Ab einem bestimmten Alter lieben alle Mädchen Pferde. Das sagt man so. Aber es stimmt nicht. Jenny, die bald zwölf wird, interessiert sich absolut nicht für Pferde. Doch muss sie sechs Wochen auf dem Reiterhof ihrer Tante verbringen. Ihre Eltern unternehmen eine ausgedehnte Geschäftsreise in die USA, und bei der Tante glauben sie ihre Tochter gut versorgt. Es dauert, bis Tante und Onkel, Cousin und Cousine sowie Helfer und Reitschüler auf dem Hof begreifen, dass Jenny nicht den geringsten Drang verspürt, sich auf ein Pferd zu setzen. Und wie ergeht es ihr inmitten all der Pferde-Verrückten? Jenny hat Heimweh und weiß doch den Eltern bei den seltenen Anrufen nichts Rechts zu sagen. Nina Schindlers Kinderroman ist eine aufschlussreiche Studie über das Außenseitertum. Das Mädchen muss eine Balance finden zwischen Anpassung (schließlich ist sie der Gast) und Selbstbehauptung (schließlich ist sie selbst eine Persönlichkeit). Das geht nicht ohne Ärger und Wut, doch es geht gut. Das Buch ist anders als die landläufige Pferdeliteratur: Hier steht ein junger Mensch mit seinen eigenen Vorstellungen vom Leben im Mittelpunkt. Erst dann kommen die Tiere. (cg.)

Berliner Zeitung
10./11.05. 2003

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Nina Schindler: Jennys Pferdesommer
ab 10
Pferdebücher stehen auf der Beliebtheitsskala nach wie vor ganz oben. Alle Mädchen scheinen Pferde zu lieben und Pferdebücher zu verschlingen. Gallopierend reiten Tanja, Anna, Simone, Kathrin und wie sie alle heißen dem Sieg entgegen, erleben spannende Abenteuer auf dem Pferderücken, wo angeblich das Glück dieser Erde liegt. Und wenn man nun Pferde einfach nicht leiden kann? Wie man diese riesigen Vierbeiner alles andere als süß findet? Wenn man keine Lust hat, auf so ein Vieh zu klettern, weil man das Runterfallen fürchtet? Mit Jenny erwacht endlich eine Heldin zum Leben, die Pferde blöd findet und das deutlich zum Ausdruck bringt:

„Nein, nein und tausendmal nein!“ brüllte ich und schmiss mich aufs Sofa. Ich war so wütend, dass ich am liebsten gestrampelt hätte wie eine kleines Kind. „Ich will nicht allein hier bleiben, und zu Tante Inge will ich schon gar nicht und erst recht nicht zu den doofen Pferden!“

„Jenny.“ Mama beugte sich zu mir hinunter, weil ich mich ganz zusammengerollt und die Arme über den Kopf gelegt hatte. Sie seufzte. „Wir würden dich ja  gern mitnehmen, aber es geht nicht nun mal nicht. Wir machen dort keine Ferien und können uns nicht um dich kümmern.“

Sie streichelte mir über den Kopf, aber ich hätte sie am liebsten gebissen.

Ich ruckte mit dem Kopf weg und knurrte: „Um mich braucht sich keiner zu kümmern. Ich bin schon zwölf und da ist man schon gut erwachsen.“

Für Jenny klingen die Sommerferienpläne, die die Eltern ihr zumuten, wie ein Alptraum. Sechs Wochen soll sie bei Tante Inge auf dem Kümmelhof verbringen, wo sich von morgens bis abends alles nur um Pferde dreht. In diese Zeit fällt auch noch ausgerechnet ihr zwölfter Geburtstag und Jennys Laune ist denkbar mies. Sie bessert sich auch vor Ort nicht. Angefangen beim Stallgeruch findet Jenny alles widerlich, was mit Gäulen zu tun hat. Und ihre Kusine Karola, die ein Pferdenarr ist und die Ferien auch bei Tante und Onkel verbringen darf, tut ein übriges, um Jennys Abneigung zu festigen. Nina Schindler schreibt ein Antipferdebuch, in dem Pferde die Hauptrolle spielen. Seite um Seite erfahren wir, was es an notwendigen Arbeiten auf einem Pferdehof gibt, wie die Fachbegriffe und all die Gerätschaften heißen, eben alles, was Pferdefreunde so beschäftigt. Jenny ist die außenstehende Beobachterin, die in diesem Sommer  ganz andere Leidenschaften für sich entdeckt: das Zeichnen und das Kochen. Sie bleibt skeptisch und reserviert, auch nachdem sie durchaus positive Erlebnisse gemacht hat. Wenn wir noch bangen, ob sie sich auf der vorletzten Seite nicht doch auf einen Sattel schwingt, muss man der Autorin am Ende zu ihrer standhaften Heldin gratulieren. Jenny reitet nicht und wird wohl nie reiten. Jennys Pferdesommer erzählt auf unterhaltsame Art und nicht ohne Ironie, wie man auch ohne die Vierbeiner glücklich sein kann – erstaunlicherweise wird das Pferdefreunden und Pferdeskeptiker gleichermaßen amüsieren

Kinder- und Jugendbücher
Empfehlungen Mai 2003

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Jennys Pferdesommer von Nina Schindler

Ein Mädchen, das keine Pferde mag? Kaum zu glauben, oder? Jenny hat Angst vor Pferden. Richtig sauer ist sie, als ihre Eltern sie für sechs Wochen zu Tante Inge auf den Pferdehof Kümmel bringen. Nicht nur die Pferde, auch den brummigen Onkel und die eingebildete Cousine und ihren jüngeren Bruder findet sie doof. Aber dann bricht sich Tante Inge den Arm, und alles ändert sich ...

Landwirtschaftliches Wochenblatt
Westfalen-Lippe
28. September 2006
H 4445         39

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Das letzte Kuscheltier
Über die starke Liebe der Mädchen zu Pferden und deren Echo auf dem Buchmarkt
Berlin, im Dezember. Die elfjährige Jenny soll ihre Ferien auf einem Reiterhof verbringen. Aber sie interessiert sich nicht wirklich für Pferde. Sie kann auch die anderen Mädchen mit ihrem Faible für diese Tiere kaum ertragen. In „Jennys Pferdesommer“ erzählt Nina Schindler von einer ungewöhnlichen Heldin. Denn in Mädchenbüchern geht es meistens um eine innige Beziehung zum Pferd. Schindlers Buch ist zwar derzeit nicht mehr lieferbar, aber der Gerstenberg-Verlag legt es im Frühjahr wieder auf. Denn immerhin hat es ein pferdefreundliches Happy End und gesellt sich damit doch noch zu den Hunderten anderen erzählenden Büchern über Pferde. Mehrere Verlage bieten sie erfolgreich und zumeist in Serien an – vom Erstlesealter bis hin zu Jugendlichen.

Berliner Zeitung
Vermischtes
17.12.2004

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Nina Schindler: Jennys Pferdesommer
Ein Geheimnis im ersten Stock

„Jennys Pferdesommer“: Spannend und manchmal auch traurig
Jenny ist stinksauer: Ihre Eltern haben sie über die Sommerferien auf den Kümmelhof von Tante Inge abgeschoben. Und das, obwohl sie Pferde gar nicht mag! Wenn Jenny nicht so gerne zeichnen würde, müsste sie sich zu Tode langweilen, garantiert. Doch dann bricht Tante Inge sich ein Bein und auch Jenny muss mit anpacken. Die Stute Freya bekommt ein Fohlen und das jährliche Reitturnier muss vorbereitet werden. Und vielleicht bekommt Jenny ja heraus, was sich in dem verschlossen Zimmer im ersten Stock verbirgt.

Mehr möchte ich nicht verraten. Das Buch hat mir besonders gut gefallen, weil es spannend und an manchen Stellen auch traurig ist. Erhältlich ist es übrigens in der Bücherei in Lohne.

Oldenburgische Volkszeitung
Kinderseite
25. Juni 2005

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Nina Schindler: Jennys Pferdesommer
Tipps der Leseratte

Die Leseratte war wieder in den Buchhandlungen unterwegs, um den Te-te-Lesern neue Kinderbücher vorzustellen.

(huflat) Anfangs ist Jenny alles andere als begeistert, als sie davon hört, dass sie ihre Ferien bei Tante Inge und ihren doofen Pferden verbringen soll. Sogar ihren anstehenden zwölften Geburtstag soll sie dort „mutterseelenallein“ verbringen. Nein, Tante Inge ist für Jenny kein Ersatz. Die denkt immer nur an Pferde und redet immer nur von Pferden. Onkel Robert ist ein Miesepeter und Nils? – Nils ist ein Weichei, findet Jenny, und sieht für die nächsten Wochen schwarz. Aber ganz so schlimm wird es dann doch nicht...

Schwungvolle Erzählung, auch für Buben lesenswert.
Tiroler Tageszeitung, A
Te-Te – Die Kinderseite der Tiroler Tagesztg.
5.4.2003

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Nina Schindler: Jennys Pferdesommer
Es soll auch 12-jährige Mädchen geben, für die Pferde nicht das Größte ist! Und zu denen gehört Jenny!! Trotzdem muss sie ihre Ferien auf dem Kümmelhof bei Tante Inge verbringen, wo es nur zickige Cousinen, neugierige Cousins, einen sehr seltsamen Onkel, viel Arbeit und eben ... Pferde gibt. Doch dann passiert ein folgenschwerer Unfall und Jenny kann beweisen, was in ihr steckt.

Ein flott geschriebener Roman für Mädchen ab 10, in dem es um Selbständigkeit, Freundschaft und die Auseinandersetzung mit Neuem und Unbekannten geht.

Stiftung Lesen
Buchtipps
Leseförderung in Kindergarten und Familie
5.8.2003
Neue Kinder- und Jugendbücher
für Familie, Kindergarten und Schule
Ausgabe: Frühjahr 2002

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Nina Schindler: Jennys Pferdesommer
Jenny ist stinksauer: Ihre Eltern haben sie über die Sommerferien auf den Kümmelhof von Tante Inge abgeschoben. Und das, obwohl sie Pferde gar nicht mag! Wenn Jenny nicht so gerne zeichnen würde, müsste sie sich zu Tode langweilen, garantiert. Doch dann bricht Tante Inge sich ein Bein und auch Jenny muss mit anpacken ...

Seitenblicke
Das Kundenmagazin der Kober-Löffler-Buchhandelsgruppe Mannheim-Ludwigshafen
3/2003

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Nina Schindler: Jennys Pferdesommer
Jenny soll in den Ferien zu Tante Inge auf den Pferdehof fahren. Dabei findet sie Pferde so langweilig! Jenny fühlt sich aber schon besser als sie merkt, dass ihr Onkel genau wie sie ein begeisterter Hobby-Maler ist. Als sich Tante Inge den Arm bricht muss Jenny mit anpacken. Wie Jenny das hinkriegt und welche Pannen ihr dabei passieren, müsst Ihr unbedingt selbst lesen.

aus: Landshuter Zeitung
Stadtbücherei Landshut
12.7.2004

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Nina Schindler: Jennys Pferdesommer
Hoch zu Ross
Jennys Pferdesommer. Eigentlich hat Jenny gar keine Lust auf ihre Sommerferien auf dem Reiterhof von Tante Inge – denn sie hasst Pferde wie die Pest. Doch als ihre Tante krank wird, muss Jenny richtig ranklotzen, einer Stute beim Fohlen helfen und ein Reitturnier vorbereiten.

Unser Urteil: Erfrischend freches Pferdebuch der anderen Art.
aus: Familie & Co.
September 2003
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Nina Schindler: Jennys Pferdesommer
Jenny hat gar keine Lust, ihre Ferien auf dem Kümmelhof von Tante Inge zu verbringen. Als sich die Tante den Arm bricht, muss Jenny mit anpacken. Es gibt schließlich viel zu tun: Die Stute Freya bekommt ihr Fohlen und das Reitturnier steht kurz bevor. Für Jenny gibt es so einiges auf dem Hof zu entdecken und bald verliert sie auch ihre Scheu vor den Pferden. Ab 7.

Benjamin
Evangelische Zeitschrift für Mädchen und Jungen
Juni 2005

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Nina Schindler: Jenny Pferdesommer
Jugendbuch
Nina Schindler legt erfrischend direkt und frech geschrieben ein Pferdebuch der „anderen Art“ vor, - für alle Pferdenarren und die, die wie Jenny zu Pferden erst mal lieber auf Abstand bleiben.

Welches Mädchen träumt nicht von Ferien mit Pferden?  - Jenny! Sie ist jedenfalls stinksauer, als ihre Eltern sie auf den Kümmelhof von Tante Inge abschieben, während sie auf Dienstreise in Amerika unterwegs sind. Tante Inge redet wie am Fließband und sieht selbst aus wie ein Pferd, Onkel Robert ist ein alter Miesepeter und Kusine Karola eine Zimtzicke. Jenny Geburtstag fällt da wohl ins Wasser.

Doch dann bricht Tante Inge sich den Arm, und auch Jenny muss mit anpacken. Schließlich gibt es allerhand zu tun: Die Stute Freya bekommt ihr Fohlen und das Reitturnier steht kurz bevor. Und vielleicht bekommt Jenny ja sogar heraus, was sich in dem verschlossenen Zimmer im ersten Stock verbirgt ...

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Nina Schindler: Jennys Pferdesommer
Kleine Jungs, große Pferde
Wenn Jenny etwas nicht mag, dann sind es Pferde: Und nun soll sie die ganzen Sommerferien zu Tante Inge auf den Kümmelhof. Sie könnte platzen vor Wut! Sie wird sich zu Tode langweilen, garantiert. Doch dann kommt alles ganz anders: Tante Inge bricht sich den Arm, und Jenny muss auf einmal richtig mit anpacken. Das jährliche Reitturnier muss vorbereitet werden, und die Stute Freya bekommt ein Fohlen. Keine Frage, dass sie bald auch ihre zickige Kusine Karola und ihren nervigen Cousin Nils in einem anderen Licht sieht. Endlich mal ein Pferdebuch der anderen Art: witzig, frech, und mit einer gehörigen Portion von allem, was elfjährige Mädchen so am Leben nervt. Das perfekte Buch für Mädchen, die Pferde lieben, aber ab und zu auch noch andere Sachen im Kopf haben!

Aachener Nachrichten
Klaro! Aktuelles für Kinder
15. April 2005

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Schindler, Nina: Jennys Pferdesommer
Jenny, die Pferde und alles, was mit Reiten zu tun hat, überhaupt nicht leiden kann, muss die Sommerferien bei ihrer Tante auf dem Reiterhof verbringen, weil ihre Eltern geschäftlich in Amerika unterwegs sind. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und großer Langeweile, weil ihr Onkel so muffig, die Kusine eine Zicke, der Cousin ein Weichei und die Tante die ganze Zeit plappert lebt sie sich allmählich doch ein, wenn sie auch ihren Beschluss, nicht zu reiten, treu bleibt. Aber sie findet heraus, dass ihre Onkel genau so gerne in Ruhe und ungestört malt sie wie sie und Cousin doch nicht so schlimm ist. Dann bricht sich Tante Inge auch noch den Arm, woraufhin Jenny viel mithelfen muss. Aber besonders das Kochen exotischer Menüs mit ihrem Onkel macht ihr viel Freude, sodass sie am Ende gar kein Heimweh mehr verspürt.

Dieses Buch ist endlich eine Aufmunterung für all die Mädchen, die mit Sicherheit im Schatten ihrer pferdenärrischen Freundinnen stehen und nicht den Mut aufbringen, selbstbewusst dazu zu stehen und immer vorgeben, jemand zu sein, der sie nicht sind. Allerdings müsste dies auf der Inhaltsangabe des Rückendeckels deutlicher zum Ausdruck kommen, denn Titel und Aufmachung geben den Eindruck als wäre dieses Buch nur für Pferdeliebhaberinnen. Mit Sicherheit wird aber auch das Verständnis dieser Pferde vernarrten Mädchen für ihre anderweitig interessierten Freundinnen gestärkt.

Die Erzählweise ist spannend und lebendig und der Altersgruppe der Leser angepasst. Auch die Illustrationen sind nett gemacht. Es lohnt sich also auf jeden Fall, dieses Buch zu kaufen.

Jugendschriftenausschuss des BLLV – Mittelfranken
Landesstelle: Bayern      Ausschuss: Bad Windsheim Nr. 351

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Nina Schindler. Jennys Pferdesommer
‚Jennys Pferdesommer’ beispielsweise ist so ein Titel. Denn obwohl Jenny in einer reitbegeisterten Familie aufwächst, weigert sie sich hartnäckig Reiten zu lernen. Und dann soll sie auch noch ihre gesamten Ferien bei ihrer Tante und Onkel auf einem Reiterhof verbringen, weil ihre Eltern beruflich in die USA müssen – schrecklich! Jenny ahnt die Hintergedanken ihrer Eltern und wehrt alle Versuche ihrer Tante „erfolgreich“ ab, sie doch zum Reiten zu animieren. Was zunächst als ein persönliches Desaster anmutet, entwickelt sich wider Erwarten dennoch zu schönen Ferien. Trotz des brummelnden Onkels, trotz der pferdebesessenen Cousine, trotz...

Autorin Nina Schindler charakterisiert Jenny als starke Persönlichkeit, die es schafft, sich selbst treu zu bleiben und nicht zur „Pferdenärrin“ zu werden. Dass dies nicht ohne Schmerzen geht, sie sich häufig ausgeschlossen und unverstanden fühlt, verschweigt Nina Schindler nicht. Auch nicht Jennys Wut auf ihre Eltern. Einzig der Entwicklungsprozess – wie sich die Wut in positive Energie wandelt – bleibt etwas dünn beschrieben und so dominieren leider Jennys negative Gefühle zu Beginn der Ferien. Trotz des außergewöhnlichen Zugangs zum Thema Pferde, ist ‚Jennys Pferdesommer’ ein interessantes und einfühlsames Buch für Mädchen ab zehn Jahren. Für reitbegeisterte sowieso, um zu verstehen, weshalb ihre Freundinnen nicht so Pferde besessen wind wie sie, und gerade für die, um zu merken, dass es noch mehr Mädchen mit anderen Interessen gibt.

Luftballon
Elternzeitung der Region Stuttgart

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Nina Schindler: Jennys Pferdesommer
Was macht ein elfjähriges Mädchen, das ohne seine Eltern die Sommerferien auf einem Reiterhof mit lauter Pferdenarren verbringen muss, selbst aber Pferde am liebsten von fern sieht und nie im Leben reiten will?
Es wäre ein ganz normales, typisches „Mädchen-Pferdebuch“, wenn Jenny am Ende der Ferien mit Begeisterung reiten würde. Nein, sie bleibt ihrem Vorsatz treu und behauptet sich mit ganz anderen Talenten, so dass es noch schöne Ferien werden.

Dieses erfrischend geschriebene Buch ist nicht unbedingt ein „Anti-Pferdenarren-Buch“, vielmehr ist es ein „Mut-mach-Buch“ – den Mut zu haben fest zu seiner eigenen Meinung zu stehen, auch wenn andere darüber spotten oder Unverständnis zeigen.

Für Kinder ist es ganz wichtig Selbstbewusstsein zu entwickeln und sich dem Gruppenzwang zu entziehen.

Der Text ist in übersichtliche Kapitel gegliedert, der Druck ist groß und damit gut lesbar. Die Tagebuchnotizen, die Jennys Stimmungswandel aufzeigen, sind in einer andere Type gesetzt. Daher ist „Jennys Pferdesommer“ auch für ungeübte LeserInnen sehr geeignet.

Hervorzuheben sind die zarten Bilder von Kerstin Meyer. Schon die Titelgestaltung wird die Jugendlichen ansprechen.

Das Buch ist empfehlenswert für LeserInnen – in erster Linie werden es wohl Leserinnen sein – ab 10 Jahren.
LAG Kinder- und Jugendbibliothek / Sommer-Lese-Tipp

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Nina Schindler: Jennys Pferdesommer
Pferdebücher ohne und Antipferdebücher mit literarischem Anspruch
Literaturgeschichtlich betrachtet ist die Gattung Pferdebuch ja noch nicht sehr alt, aber man fragt sich trotzdem, ob es das eigentlich je gab: eine Zeit, in der Mädchen keine Pferdebücher gelesen haben? War bestimmt `ne schöne Zeit. Pferdebücher, so meine Erfahrung von vor dreißig Jahren, werden für Mädchen mit pferdehirngroßen Hirnen geschrieben, was zum Glück aber reversibel ist. Hören Mädchen nämlich mit dem Lesen von Pferdebüchern auf, werden sie schnell wieder ganz normal und nett. Das ist die gute Nachricht. Und die schlechte? Pferdebücher gibt es immer noch. Und wie vor dreißig  Jahren messen ihre Autorinnen – gibt es eigentlich auch Männer, die Pferdebücher schreiben? – die literarische Qualität ihrer Romane an der Menge der Alliterationen, die hineinpassen. Und so kommt es zu ganz ausgeklügelten sprachlichen Kreationen: die Tierärztin heißt Tilly Tierlieb, das Pony Rocky Rastlos. Wenn man allerdings bedenkt, dass Kaninchen und Meerschweinchen einfach Schnuffi und Hops genannt werden, weiß man diese Namen plötzlich fast wieder zu schätzen.

Genug der Häme? Ist ja schon gut. Der Gerechtigkeit halber sei gesagt, dass Tierärztin Tilly Tierlieb eine Menge praktischer Ratschläge parat hat- „geprüft von der tierärztlichen Klink Dr. Faulstroh & Dr. Eichhorn, Frankfurt am Main“. Von ihnen erfährt man, was Pferde essen, wie man sie striegelt und was ein „Aufsetzkopper“ ist (Koppen heißt das Rülpsen der Pferde nach übermäßigem Luftholen aus Langeweile): Oder wie man sich mit den Pferden unterhält, wann man also die Ohren anlegen muss und wie man richtig auf Pferdisch schnaubt. Das ist durchaus interessant, nur leider keine Literatur.

Aber es gibt auch Autorinnen, die tatsächlich so etwas wie einen literarischen Anspruch haben. Bloß kein Pferdebuch!, müssen sie gedacht haben, als sie anfingen, eines zu schreiben. „Jennys Pferdesommer“ ist so ein Antipferdebuch. Es erzählt von einem Mädchen, das von den Eltern in den Sommerferien auf einem Pferdehof geparkt wird, obwohl es Pferde hasst. Und, alle Achtung, dies ist keine Bekehrungsstory – Jenny wird 150 Seiten lang wirklich kein einziges Mal ein Pferd besteigen. Dafür wird sie kochen und zeichnen lernen und die Pferde verstehen – ein Hauch Pferdeflüsterer für Teenies. Das ist nett erzählt, wenn auch etwas langatmig.

taz
literatur
11. Juni 2005

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