Filmriss

Beltz und Gelberg, 1997
2. Auflage: Arena, 2001
142 Seiten



Inhaltsangabe
Kim ist ein totaler Filmfreak. Stundenlang kann sie in rosaroten Leinwandmärchen und romantischen Lovestories schwelgen – das Einzige, was stört, ist die Wirklichkeit!
Denn die ist meistens alles andere als hollywoodlike: Der neue Lover ihrer Mutter nervt und Kims Schwarm Konstantin teilt mit ihr leider nur die Kinoleidenschaft – heiße Küsse tauscht er lieber mit ihrer Freundin Maja ... oder?

Rezension
Nina Schindler
Filmriss
oder: Liebe gibt’s nicht nur im Kino
Kim ist ein totaler Filmfreak. Stundenlang kann sie in rosaroten Leinwandmärchen und romantischen Lovestorys schwelgen – das Einzige, was stört, ist die Wirklichkeit! Denn die ist meistens alles andere als Hollywood-Like: Der neue Lover ihrer Mutter ist ein autoritärer Sack und ihr Schwarm Konstantin teilt mit ihr leider nur die Kinoleidenschaft – heiße Küsse tauscht er lieber mit ihrer Freundin Maja ... oder?
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Januar 2002
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Filmriss
Ein Roman voller Spannung, weil man nie genau weiß, was als nächstes passiert. Alles in allem ist dies das schönste Buch der Autorin Nina Schindler, die 1946 in Bremen geboren wurde.
Kim, ein Teenager wie du und ich, ist von lauter Nervtötern umgeben. In Ihrer Klasse ist das totale Lesefieber ausgebrochen. Ihr ist es zu anstrengend, ein Buch zu lesen. Die langen Romane sind Kim viel zu öde. Sie geht lieber ins Kino und sich einen Liebensfilm an. Sie liebt alles, was mit Gefühlen, Menschen, Stimmungen und Bildern zu tun hat. All diese Dinge reichen ihr, um zu leben. Sie braucht im Kino keine klebrige Cola, kein Popcorn und kein Dope. Sie wird allein vom Filmegucken high. Die ganze Welt scheint im Großen und Ganzen in Ordnung für sie zu sein.
Aber alles nimmt eine schlagartige Wendung, als ihre Mum Emma sich in den „unglaublichen Herzensbrecher“ Heribert verliebt. Das kann Kim überhaupt nicht verstehen. Emma fängt wieder an, das ganze Leben in vollen Zügen zu genießen, auszugehen, einfach wieder neu aufzublühen. Ganz anders Kimmie. Sie verliebt sich immer in die Falschen. Entweder haben die Kerle, die sie kennen lernt, Mundgeruch, können nicht tanzen oder sie reden nur vom Fußball, oder, oder, oder. Bis – ja, bis zu dem Tag als ihr Direx mit einem neuen Schüler an der Hand in die Klasse kommt. Kim weiß es sofort: LIEBE AUF DEN ERSTEN BLICK:
Konstantin. Braune, gewellte Haare, groß und ein breites Kreuz. Eine wunderbare Nase und sehr breite Lippen. Sie kann sich auf nichts anderes mehr konzentrieren. Überall nur er. Nirgendwo gibt es mehr ein anderes Thema. In der Schule auf dem Mädchenklo und sogar zu Hause. Maja, ihre ehemalige beste Freundin posaunt überall herum, dass sie und Konstantin jetzt ein Paar sind. Alle scheinen es schon zu wissen bis auf ... na ja, bis auf Konstantin.
Nach und nach, wie sollte es auch anders sein, verliebt sich Konstantin wirklich in sie. Jetzt hat sie endlich jemanden gefunden, der sie versteht. Denkt sie, aber in Wirklichkeit ...
Nachdem sie sich ein paarmal getroffen haben, küssen sie s ich auch das erste Mal. Doch als Kim ihn nach seinem bisherigen Liebesleben ausfragt, wird Konstantin ziemlich böse.
Kim geht verärgert. Doch nicht lange zu Hause, klingelt es an der Tür. Es ist Konstantin. Sie lässt ihn rein, und nach einer kurzen Zeit ist alles wieder gut. Sie sitzen auf dem Sofa und er beginnt, sie zärtlich zu küssen. Kim merkt, wie all ihre Glückshormone angeregt werden sich „zu freuen2. Bis er sich auf sie legt, ihre seine Zunge in den Mund steckt und anfängt ihr mit seiner unter ihr T-Short zu gehen ...
Südthüringer Zeitung, 111, 15.05.2002

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Kim, leidenschaftliche Cineastin und Video-Guckerin, lebt in kuscheliger Weiber-WG mit ihrer Mutter. „Stufe 3“ – dass sich ein Lover ihrer Mutter dauerhaft bei ihnen einnistet und nicht nur ab und zu übernachtet, muss unbedingt verhindert werden. Kim, 2die Kühle“ erlebt ihre erste große Liebe und steht vor dem „ersten Mal“ unter dem Erwartungsdruck ihrer Klicke. Liebt der tolle Konstantin nun sie oder Maja? Konstantin muss sie ebenso Grenzen setzen wie „Häärriie“, Mamas Lover, der an ihr herumerziehen will.
Nina Schindlers witzige Schreibe täuscht nicht darüber hinweg, dass sie Jugendliche und ihre sexuellen Erlebnisse ernst nimmt. Die Autorin arbeitete 21 Jahre als Lehrerin und hat fünf Kinder.
Fazit: Nicht nur für Cineasten empfohlen.


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