Geliebte Brieffeindin / P.S. He’s mine

Ein Deutsch-englischer E-Mail-Roman
Bertelsmann, 2000
2. Auflage: cbt, 2005
3. Auflage: cbt, 2006
ca. 192 Seiten

 

Inhaltsangabe

E-Mail-Krieg zwischen Rieke aus Hamburg und Ellie aus England. Auf Deutsch und Englisch streiten sich die zwei um die alles entscheidende Frage: Wem gehört Herzensbrecher Marc? Ein witziger wie kurzweiliger Mädchenroman über Liebe, Lust und Teenie-Trouble.

 

Rezension

Schindler, Nina: Geliebte Brieffeindin
Blöde Kuh! @ Busenfreunddin.de
Elli aus England und Friederike aus Deutschland sind sich Spinnefeind. Es geht – klare Sache – um Männer5, und diesmal um ein besonders abgefeimtes Exemplar dieser Spezies. Filou Marc hat im Sommerlager beide bezirzt. Und bis die Rivalinnen das spitzkriegen und sich zusammenraufen, tauschen sie per Mausklick die wüsteten Tiefschläge aus. Dabei haben sie ganz andere Probleme: Friederikes Vater hat sich der Spielsucht ergeben und Elli wird von einem dunklen Geheimnis aus der Vergangenheit eingeholt...

Der E-Mail-Roman Geliebte Brieffeindin ist ein witziger und zugleich tiefgründiger Parforceritt durch pubertäre Mädchenseelen, den viele mit Lust lesen werden und der so manche Maus zum Tanzen bringen wird.

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Geliebte Brieffeindin – P.S. He’s mine!

Rieke aus Deutschland und Ellie aus England haben beide ihre Ferien in einem Camp in Frankreich verbracht. Eigentlich hatten sie dort überhaupt nichts miteinander zu tun – im Gegenteil ihre Beziehung zueinander beruhte auf gegenseitiger Ablehnung. Trotzdem schreiben sie sich nach den Ferien Mails Merkwürdig? Das passt nicht zusammen? Doch, denn diese Mails waren nicht gerade von Freundlichkeit geprägt, sondern gespickt mit einigen Gemeinheiten. Wie kommt es dazu, dass sich zwei Mädchen in Mails gegenseitig Hässlichkeiten an den Kopf werfen? Nun, wie kann es anders sein, es geht um einen Jungen und zwar Marc, einem Betreuer des Camps. Sowohl Rieke als auch Ellie fordern von dem anderen Mädchen Marc in Ruhe zu lassen, denn schließlich ist Marc ihr Freund und zwei allein ihr Freund. Doch nach und nach treten einige Ungereimtheiten auf und die Mädchen sind sich in Marcs Liebe längst nicht mehr so sicher. Außerdem stellen sie fest, dass man dem gehassten Mädchen doch ganz gut einiges aus dem oft schweren Leben erzählen kann. Und da gibt es eine ganze Menge zu erzählen, denn beide Mädchen haben große Schwierigkeiten, die u.a. mit ihren Familien zusammenhängen. Obwohl sie aus völlig unterschiedlichen Familien kommen, haben sie das Gefühl, dass allein das Mädchen aus dem anderen Land die einzig richtige Ansprechpartnerin ist. So nach und nach wandelt sich schließlich der Hass der Mädchen in freundschaftliche Gefühle.

Das Besondere an diesem Buch ist, dass es teils in englisch und teils in deutsch geschrieben ist. Während alle Mails in englisch verfasst sind, werden die Handlungen etc. in deutsch geschildert. Insgesamt stellen die englischen Passagen jedoch kein Problem dar, zumindest dann, wenn man einige Jahre Englisch in der Schule hatte und relativ gut damit klar kommt. Dadurch, dass an vielen Stellen Umgangssprache benutzt wird, gibt es zwar einige unbekannte Wörter, doch diese (und auch einige andere Wörter) werden fast ausnahmslos im anhängenden Vokabelteil (einmal sortiert nach dem Vorkommen und einmal alphabetisch sortiert) übersetzt, so dass auch diese Wörter keine Schwierigkeiten machen sollten – im Gegenteil man lernt ganz nebenbei ein paar wichtige Ausdrücke des Englischen kenne, die meisten in der Schule so nicht behandelt werden.

Das Buch fängt sehr gut an. Durch die Mail, die Ellie an Rieke schreibt, ist man direkt mitten im Geschehen. Einerseits weiß man gleich worum es geht und andererseits werden bereits einige Dinge angedeutet, die erst nach und nach klar werden, die jedoch neugierig auf den Fortgang der Geschichte machen. Es macht Spaß die Kommunikation zwischen Rieke und Ellie zu lesen. Allerdings erscheinen einem die Probleme der Mädchen sehr groß. Hier wäre es vielleicht besser man hätte sich auf normale Alltagsprobleme von heranwachsenden Mädchen beschränkt, von denen es ja auch mehr als genug gibt. Ellie und Rieke dahingegen haben jedoch beide ernsthafte Probleme. Positiv ist jedoch, dass das Buch trotz der Schwierigkeiten, die die Mädchen haben, eine gewisse Leichtigkeit behält. Allerdings nimmt diese Leichtigkeit am Ende etwas Überhand, denn am Schluss sind alle Probleme mehr oder weniger beseitigt, was etwas unrealistisch erscheint. Hinzu kommt, dass das Ende etwas plötzlich kommt, insbesondere wenn man den Vokabel teil, der immerhin knapp 80 Seiten umfasst, nicht richtig wahrnimmt und so davon ausgeht, dass die Geschichte noch einige Seiten weitergeht.

Insgesamt ist die Idee des Buches (Briefwechsel, deutsch-englisch) durchaus positiv zu bewerten. Auch fängt es inhaltlich sehr gut an, doch zum Ende enttäuscht es dann doch ein wenig und bleibt leider nur ein durchschnittlicher Jugendroman. Für ein paar nette Lesestunden ist es dennoch zu empfehlen.

von: institut juleinqua
Institut für Jugendleiter & Qualifikation
21.09.06

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Rushton, Rosie and Schindler, NinaP.S. He’s mine.
Ellie (Englisch) and Rieke (German) meet at a performing arts camp in France and take an instant dislike to each other. Their rivalry even extends to Marc, who dates both of them. On return from their holiday they begin exchanging extremely unpleasant e-mails. As the story progresses, the tone of their correspondence changes as each learns more about the orther’s life. Many questions and problems arise, and the reader is carried along by the desire to find out if their problems are solved. The format of the book is interesting, as the e-mail sections are clearly displayed as computer printout, while the development of the plot, thoughts and characterisation are presented in normal typescript. This novel will appeal to girls in theirs early teens.
from: School librarian journal
Vol. 48, no. 2, Summer 2000

 

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 P.S. He’s Mine.
A Novel in E-mail.
Written by Rosie Rushton & Nina Schindler
This is a lively and engaging novel told largely in e-mails between an Englisch und German girl. They have both fallen for the smooth talking Marc at French summer camp, and their correspondence is distinctly venomous until their common problems with failed father-figures, distraught mums und cheating boyfriends become clearer, so that they can increasingly provide discreet mutual support.
I didn’t expect to like this, and there are some coincidences to swallow, but the personality of the two girls, their languages and cultures emerge strongly, and by the end you are looking forward to more cross-European ventures of the kind. Our children and teenagers need to know that there are others abroad very like them – but interestingly different.
aus: Caronsel, Summer 2000

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