Schritte hinter mir

Arena, 2005
ca. 74 Seiten

Hörbuch: Technisat/Radioropa, 2007
2 CDs

 

Inhaltsangabe

Leena, Birte und Hülya sind wild entschlossen: Diesen Verbrecher, der im Stadtpark Frauen überfällt, muss man hinter Gitter bringen. Leenas Freund Markus tippt sich an die Stirn: Das könne die Kripo schon alleine erledigen. Doch die Mädels haben geheime Informationen und die Polizei ist sowieso unterbesetzt. Schnell haben die findigen Detektivinnen einen Verdächtigen ausgemacht, den sie mit einer idiotensicheren Fall entlarven wollen. Aber dieser Schuss geht nach hintern los ...

Krimi-Expertin Nina Schindler über mutige Mädchen und riskante Ermittlungen.

 

 

Rezension

Inhalt: Nachdem 2 Freuen im Stadtpark belästigt und angegriffen worden waren, beschließen die Schülerinnen Leena, Birte und Hülya, dem unbekannten Täter eine Falle zu stellen und ihn mit Hilfe kräftiger Mitschüler zu fassen. Wenn der Plan auch durchdacht war, durchkreuzen ihn einige Umstände und Leena als Lockvogel konnte froh sein, dass die Helfer die Polizei riefen und nicht zu spät kamen.

Beurteilung: Einen Sextäter zu stellen, ist für Jugendliche ein zu gefährliches Abenteuer, das leicht mit Gesundheit und Leben bezahlt werden könnte. Darum warnt die Autorin vor solcher Selbsthilfe und rät, derartiges der Polizei zu überlassen. Die Geschichte selbst ist in jugendlicher Alltagssprache, flott und spannend erzählt.

München, 20. Mai 2005

[Keine Beschreibung eingegeben]

Ist es wirklich mutig, sich alleine auf Verbrecherjagd zu begeben? Nein, denn es kann immer etwas schief gehen, wie indem von Nina Schindler anschaulich geschilderten Fall, deutlich wird. Klar reizt es die Mädchen eigenständig den Strolch zu fassen. Klar brauchen sie keine Hilfe. Klar sind sie emanzipiert genug. Doch reich das alles aus, um den verstand auszuschalten?

Die Polizei kommt nicht so gut weg in dem Buch, denn die Mädchen bekommen mehr über die Vorfälle heraus als die Polizisten, die viel zu wenig Zeit für diesen Fall haben. Allerdings geben die Freundinnen ihr Wissen nicht weiter, sondern versuchen selber den Verbrecher zu fassen. Sie gewinnen mit Hilfe einiger Jungen und meinen, nichts könne ihnen passieren, zumal Leena ja auch Kampfsport beherrscht Doch als die dem Mann ausgeliefert scheint und keine Hilfe kommt, merkt sie, dass Theorie und Praxis weit auseinander liegen.

Erst mit einem kräftigen Bis in die Hand kann sie den Überfall kurzfristig unterbinden und um Hilfe rufen. Schindler gelingt es spannend und unterhaltsam auf Gefahren bei solch eigenständiger Ermittlung hinzuweisen und so vor Nachahmung zu warnen. Allerdings wird auch deutlich, dass Warnungen von Eltern dunkle Parkanlagen zu meiden, nicht in den Wind geschlagen erden sollten. Gefahren können überall lauern.

Insgesamt ein ansprechender Kurzer Krimi, der sicher auch Nichtleser in den Bann ziehen kann. Erfreulich der Preis, der zeigt, dass Literatur auch noch bezahlbar bleiben kann.

Beurteilung: gut

Arbeitsgruppe Kinder- und Jugendliteratur Goslar

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