Ein Pony für Lotta

Illustrationen: Melanie Brockamp
Ennsslin, 2005
43 Seiten
ISBN-3-401-45203-7 

Inhaltsangabe
Lotta wünscht sich nichts sehnlicher als ein eigenes Pferd! Aber Lottas Eltern können sich das im Moment noch gar nicht vorstellen. Denn ein Pferd zu halten, das ist schließlich nicht ganz billig. Doch da bekommt Lotta ein tolles Angebot: Sie darf für den Islandwallach Sigurd sorgen! Dessen Besitzerin geht nämlich für ein halbes Jahr ins Ausland. Jetzt muss Lotta eine ganze Menge lernen, und sie stellt schnell fest: Ein Pferd zu pflegen ist wunderschön, aber auch ganz schön anstrengend.

Rezension
Schindler, Nina: Ein Pony für Lotta

Zum 3. Mal dreht sich in „Bei uns auf dem Reiterhof“ für Lotta und Mira alles um Pferde. Nachdem die Freundinnen sowohl den Voltigier- als auch den Reitkurs (vgl. BA 1/05) gemeistert haben, stellt sich jetzt die Frage nach einem eigenen Pferd. Für Lottas Eltern zu teuer, doch ihre Mutter findet eine vertretbare Alternative: eine Reitbeteiligung. Lotta soll die Pferde- und Boxenpflege übernehmen und erhält dafür Reitstunden. Begeistert fährt Lotta mit ihrer Mutter zum Schimmelhof, ihre Reitfreundin Mira kommt mit. Auf dem Hof gibt es eine Überraschung für Mira, sie darf sich ebenfalls gegen Reitstunden an der Pflege von „Sigurd“ beteiligen. Zunächst ist Lotta über diese neue Lösung etwas sauer, erkennt aber bald, dass es zu zweit viel mehr Spaß macht. Eine glaubwürdige Pferdegeschichte, erzählt in eher sachlichem Ton. Gelungen sind auch die diesmal etwas witzigeren Illustrationen sowie die serientypische Doppelseite mit Pferde-Wissen über unterschiedliche Fellfarben und Zeichnungen samt ihrer Benennung. Für die vor allem weiblichen Pferdefans unter den fortgeschrittenen Leseanfängern gerne empfohlen.

Ute Ulrike Fauth
ekz-Informationsdienst

[Keine Beschreibung eingegeben]

Schindler, Nina: Ein Pony für Lotta

Lotta kann schon sehr gut reiten. Deshalb meinst sie, dass es an der Zeit wäre, endlich ein eigenes Pferd zu bekommen. Die Mutter macht für Lotta ein Pflegepony ausfindig. Aus Gegenleistung muss Lotta im Stall mithelfen.

Das Buch ist für junge Pferdenarren geschrieben und soll in erster Linie der lockeren Unterhaltung dienen. Dem jungen Leser wird aber anhand der Geschichte auch verdeutlicht, dass man manchmal Kompromisse eingehen muss, um ein gewünschtes Ziel zu erreichen und bereit sein sollte, dafür auch etwas zu tun. So kommt Lotta letztendlich in Form einer Reitbeteiligung doch noch zu ihrem Pferd. Es gehört ihr zwar nicht wirklich, doch sind Lotta und ihre Freundin Mira nun ganz alleine für das Pony verantwortlich, mit allen Rechten und Pflichten eines Pferdebesitzers. Und dazu gehört nicht nur das Reiten, sondern eben auch das Putzen, Füttern und Misten.

Die Geschichte wird von liebevoll gestalteten Illustrationen begleitet, die durch eine leuchtende und kräftige Farbgebung überzeugen. Die einelnen Darsteller wirken lebendig und symphatisch.

Aufgrund der großen und deutlichen Druckschrift ist das Buch gut für Leseanfänger geeignet. Der Text liest sich leicht und flüssig. Einige Passagen scheinen aus dem richtigen Leben gegriffen und sind teilweise recht witzig. Schade ist nur, dass die Geschichte inmitten der Spannung endet und daher eine Fortsetzung vermissen lässt. Der Leser hätte sicher gerne noch mehr über die nachfolgenden Abenteuer mit Sigurd erfahren. Die Handlung ist aber nach dem ersten Koppelabmisten abgeschlossen, die Beziehung zu dem Pony tritt eher in den Hintergrund.

Claudia Becker
Jugendschriftenausschuss des BLLV – Mittelfranken
Landesstelle:  Bayern                Ausschuß Band Windsheim

zurück

designed by: digitalkontor